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Protokoll des offenen Treffs: Kinder mit Behinderung an die Regelschule!?

Im Vogelshof Kindergarten am 27.01.2010 um 20.00 Uhr.

  1. Begrüßung durch Kerstin Desor
  2. Vorstellungsrunde (Adressliste wurde erstellt)
  3. Wege zum Schulbegleiter

Herr Germer gab die Auskunft das es überall unterschiedliche Regelungen gibt, bezüglich Arbeitgeber und Kostenträger usw.

Der Bezirk stockt die Mitarbeiter des Fachbereichs von derzeit 4 auf 7 Mitarbeiter auf. Das zeigt den erhöhten Bedarf.

Beispiel: Der Antrag wird beim Bezirk gestellt/Fachbereich Soziales. Es müssen 2 Anträge (einer von den Eltern und einer von der Schule) ausgefüllt werden. Die Schule trägt z.B. die Stunden und die Gründe ein. Dann werden die Anträge von den Eltern beim Bezirk eingereicht incl. Arztberichte usw. Die Eltern oder die Schule müssen eine geeignete Person für die Schulbegleitung finden.

Die Schulbegleitung benötigt keine besondere Qualifikation!!!

Gründe für den Schulbegleiter: 3 Gründe werden anerkannt:

  • emotional/sozial
  • kommunikative/sprachliche
  • körperliche/pflegerische

Es dürfen keine pädagogischen Gründe aufgeführt werden.

Keinen Anspruch haben bisher „Lernbehinderte Kinder“ (die Definition Lernbehinderung gibt es eigentlich nicht).

Woher bekommt man einen Schulbegleiter?

- In der Region Oberfranken gibt es die Organisation OBA die Schulbegleiter angestellt hat und vermittelt.
- In Würzburg muss sich jeder selber um seinen Schulbegleiter kümmern.
- In Thüngersheim hat der Rektor (Herr Knötgen) der Grundschule selbst Schulbegleiter eingestellt.

Es wurde angedacht einen „Dienstleister“ für die Region Würzburg zu finden, der Schulbegeleiter anstellt und diese dann vermittelt. Man müsste sich mit dem Bezirk auseinandersetzen bezgl. Kosten usw.

Forderung vom LAG (gemeinsam Leben, gemeinsam Lernen) dass es 2 Lehrkräfte in der Klasse gibt. Die Lehrerverbände wünschen sich dies ebenfalls.

Es wurde beschlossen mehr Öffentlichkeitsarbeit zu machen, ein Netzwerk zu schaffen, denn laut Frau Amrehn vom Bezirk: Es ist keine Frage ob wir es machen, sonder WIE!!!

Es wurde noch auf den Vortrag von Herrn Prof. Wocken am 23. März 2010, hingewiesen. Ort und Zeit der Veranstaltung, sowie Mitorganisation unseres Vereins, werden noch geklärt.

Für das Protokoll
Anke Penkwitz und Claudia Greulich


Kinder mit Behinderung an die Regelschule!?

Die Kritik an der frühen Aussonderung behinderter Kinder wird stetig lauter und sie kann sich mittlerweile auf eine rechtliche Grundlage stützen: Seit diesem Jahr gilt in Deutschland das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte behinderter Menschen. Ziel ist es, Menschen mit Handicap ihren Platz in der gesellschaftlichen Mitte zu sichern – und das von Anfang an. Das bedeutet: Künftig soll es nicht mehr darum gehen, einige wenige behinderte Kinder in ein bestehendes System einzugliedern, sondern Bedingungen zu schaffen, die allen Kindern ein gemeinsames Leben und Lernen ermöglichen. Inklusion geht damit von den individuellen Bedürfnissen aller Kinder aus, ohne die Schüler in zwei Gruppen mit und ohne Behinderung zu sortieren. Wer von Anfang an dabei ist, muss nicht mühevoll integriert werden.

Mit der Unterzeichnung der UN- Behindertenrechtskonvention hat Deutschland sich verpflichtet den Weg der Inklusion zu beschreiten. Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, Eltern und Pädagogen zu mobilisieren und/oder um zu diskutieren und den gemeinsamen Austausch von Betroffenen und Interessierten zu fördern, lädt der Verein „VIELFALT leben e.V.“ zu einem ‚Offenen Treff’ ein:

Wann?        Mittwoch, den 18. November 2009

Wo?           Integrativer Kindergarten “Vogelshof”, Bukarester Str. 9,

97084 Würzburg

Beginn?       20 Uhr

Telefonische Anmeldung und Informationen unter 0931/273108.